Pressemitteilung

Check your hearing - Am 3. März ist Welttag des Hörens

<Oldenburg, 28.02.2019> „Check your hearing“ ist das Motto des diesjährigen Welttags des Hörens am 03. März 2019. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wirbt an diesem Tag für die frühzeitige Diagnose und Versorgung von Hörminderungen. Der Exzellenzcluster Hearing4all unterstützt diese Aufklärungskampagne mit einem Online-Hörtest auf www.hearing4all.de.

Hörprobleme sind weit verbreitet. Mit mehr als 15 Millionen Betroffenen ist Schwerhörigkeit in Deutschland längst eine Volkskrankheit.  In zahlreichen Fällen erfolgt die Diagnose erst viele Jahre nachdem der Hörverlust eingetreten ist. Das führt dazu, dass die Betroffenen lange mit einer Beeinträchtigung ihrer Kommunikationsfähigkeit leben und bei der Anpassung eines Hörsystems oft mit den ungewohnt gewordenen Klängen der normalen akustischen Umwelt nichts mehr anfangen können. 

Der unter www.hearing4all.de verfügbare Hörtest bietet eine einfache, anonyme und unverbindliche Möglichkeit, den Zustand des Gehörs zu überprüfen. Während des Tests hört man mehrmals Kombinationen von drei Ziffern, die mit einem Rauschen im Hintergrund gesprochen werden. Der Hörtest ermittelt, wie gut man Sprache in lärmender Umgebung verstehen kann und gibt Vorschläge für weitere Schritte. „Die Messung des Sprachverstehens im Störgeräusch statt in Ruhe ist so relevant, da sie das Hörvermögen in einer Situation erfasst, die den alltäglichen Anforderungen an das Gehör entspricht“, erklärt Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Sprecher des Exzellenzclusters Hearing4all.

Der von der Oldenburger HörTech gGmbH entwickelte Hörtest - ein sogenannter Ziffern-Tripel-Test - ersetzt keine medizinische Diagnose, prüft aber das Hörvermögen in einer alltäglichen Situation und kann daher Hinweise geben, wie es um das Gehör bestellt ist.

Über Hearing4all
Ziel des Exzellenzclusters „Hearing4all" ist buchstäblich das „Hören für alle". Durch eine Verbesserung der individualisierten Hördiagnostik und der darauf angepassten Versorgung mit persönlichen Hörhilfen wollen die WissenschaftlerInnen die Kommunikationssituation von Betroffenen entscheidend verbessern. Hierbei werden grundlegende, auf Modellen basierende Arbeiten zur Diagnose und zum auditorischen Profil von Normal- bis schwerhörenden Menschen durchgeführt, um zu einem besseren Verständnis des individuellen Gehörs zu gelangen. Darüber hinaus werden diese Modelle benutzt, um die individuelle Versorgung mit technischen Hörhilfen zu verbessern und an die jeweilige Situation angepasst zu optimieren. Die Federführung des Konsortiums liegt bei der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Neben der Medizinischen Hochschule Hannover und der Leibniz Universität Hannover sind auch das Kompetenzzentrum HörTech, die Jade Hochschule, die Hörzentren Hannover und Oldenburg, die Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT, das Laser Zentrum Hannover e.V. und das Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst am Exzellenzcluster beteiligt. Der Cluster ist eingebettet in das Netzwerk „Auditory Valley", das weitere öffentliche und private Einrichtungen, die im Bereich der Hörforschung im Nordwesten Deutschlands aktiv sind, verbindet.