Future of Hearing

Internationales Symposium des Exzellenzclusters Hearing4all

Internationale Experten diskutieren über neueste Entwicklungen in der Hörforschung

Zum einjährigen Bestehen laden die Wissenschaftler des Exzellenzcluster Hearing4all zu einem internationalen Symposium mit hochkarätigen Rednern ein. Von Donnerstag, 7. November, bis Freitag, 8. November, sprechen unter anderem die Hörexperten Professor Dr. Christoph Schreiner aus San Francisco, Professor Dr. Barbara Canlon aus Stockholm, Dr. Jill Firszt aus St. Louis, Professor Dr. Erwin Hochmair aus Innsbruck sowie Professor Dr. Karlheinz Brandenburg aus Ilmenau und Professor. Dr. Florian Solzbacher aus Salt Lake City zum Thema „The Future of Hearing".

Allein in Deutschland leiden rund 15 Millionen Menschen an Hörstörungen, die bis zur vollständigen Gehörlosigkeit reichen. Trotz des bereits erreichten hohen Niveaus der Hörsystemversorgung ist noch viel Forschungsarbeit zu leisten, damit den Betroffenen individuell geholfen werden kann: Daher wird Hearing4all die Diagnostik präzisieren, um die Hörsystemversorgung noch genauer auf die jeweiligen Ursachen der vorliegenden Hörstörung abzustimmen, außerdem die Qualität der Hörsysteme verbessern, damit der Höreindruck dem natürlichen Klangvorbild immer mehr entspricht und nicht zuletzt die Kommunikations- und Unterhaltungselektronik möglichst optimal auf die jeweiligen Hörsysteme und die Vielzahl an Hörsituationen abstimmen.

Allein die Rückschau auf das erste Jahr des Exzellenzcluster Hearing4all im Auditory Valley ist beeindruckend: Verleihung des Deutschen Zukunftspreises an das Team aus Oldenburg, Besuch der Bundeskanzlerin und später ihres Herausforderers Peer Steinbrück an der MHH, Gründung der neuen Medizinischen Fakultät in Oldenburg sowie Berufung von zwölf neuen Professorinnen und Professoren sind nur einige Stichworte. Mit viel Engagement sorgen die mehr als 150 Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Fachkulturen, Standorten und Forschungssektoren aus Grundlagen-, angewandter, klinischer- und Industrie-Forschung dafür, dass sich der Cluster zunehmend vernetzt.

Das zweitägige Symposium beginnt am Donnerstag, 7. November, um 11 Uhr in der Rotunde im Medical Park Hannover, Feodor-Lynen-Straße 27, 30625 Hannover und endet am Freitag, 8. November, gegen 15 Uhr.


Über Hearing4all
Ziel des Exzellenzclusters „Hearing4all" ist buchstäblich das „Hören für alle". Durch eine Verbesserung der individualisierten Hördiagnostik und der darauf angepassten Versorgung mit persönlichen Hörhilfen wollen die WissenschaftlerInnen die Kommunikationssituation von Betroffenen entscheidend verbessern. Hierbei werden grundlegende, auf Modellen basierende Arbeiten zur Diagnose und zum auditorischen Profil von Normal- bis schwerhörenden Menschen durchgeführt, um zu einem besseren Verständnis des individuellen Gehörs zu gelangen. Darüberhinaus werden diese Modelle benutzt, um die individuelle Versorgung mit technischen Hörhilfen zu verbessern und an die jeweilige Situation angepasst zu optimieren. Die Federführung des Konsortiums liegt bei der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (UOL). Neben der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Leibniz Universität Hannover (LUH) sind auch das Kompetenzzentrum HörTech, die Jade Hochschule, die Hörzentren Hannover und Oldenburg, die Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT, das Laser Zentrum Hannover e.V. und das Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst am Exzellenzcluster beteiligt. Der Cluster ist eingebettet in das Netzwerk „Auditory Valley", das weitere öffentliche und private Einrichtungen, die im Bereich der Hörforschung im Nordwesten Deutschlands aktiv sind, verbindet.