5. Symposium „The Future of Hearing“ in Oldenburg

Exzellenzcluster Hearing4all begrüßt internationale Elite der Hörforschung zum 5. Symposium „The Future of Hearing“ in Oldenburg

Oldenburg/Hannover, 02.11.2016: Vom 3. bis 4. November präsentiert der Exzellenzcluster Hearing4all Hörforschungsimpulse auf internationalem Spitzenniveau. Die Wissenschaftler - rund um die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die Medizinische Hochschule Hannover und die Leibniz Universität Hannover -  laden zum 5. internationalen Symposium „The Future of Hearing“ an die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ein. Renommierte Referenten aus aller Welt tauschen sich mit den norddeutschen Hörexperten über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in den Forschungsbereichen Hördiagnostik,  Hörgeräte und Cochlea-Implantate sowie assistive Technologien aus.

In Kurzvorträgen und Postersessions präsentieren die Wissenschaftler aus Oldenburg und Hannover mit Highlights aus den verschiedenen Forschungsfeldern des Exzellenzclusters nicht nur dessen Expertise sondern auch die Bandbreite und Anwendungsorientierung. So steht neben Themen wie dem r binauralen (d.h. beidohrigen) Hören bei der Konstruktion und der Anpassung von binauralen Hörgeräten und Cochlea Implantaten auch die Multifunktionalität von zukünftigen technischen Hörsystemen im Fokus, z.B. Hörgeräte mit EEG-Aufnahme zum Umschalten von Hörprogrammen oder Cochlea-Implantate mit eingebauter Freigabe von Arzneimitteln, um das Wachstum des umgebenden Nervengewebe zu beeinflussen.

„Die Teilnahme internationaler Koryphäen der Hörforschung - wie z.B. Hinrich Staecker, Johan Frijns, Wouter Dreschler and Tiago Falk - verdeutlicht den Stellenwert der bisherigen Forschungsergebnisse aus Hearing4all im weltweiten Diskurs“, freuen sich Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Physiker und Mediziner an der Universität Oldenburg und Sprecher des Exzellenzclusters und Prof. Dr. Thomas Lenarz, Stellvertretender Sprecher des Exzellenzclusters.

Das zweitägige Symposium beginnt am Donnerstag, 3. November, um 09 Uhr in der Weser-Ems-Halle und endet am Freitag, 4. November, gegen 16 Uhr.

Allein in Deutschland leiden rund 15 Millionen Menschen an Hörstörungen, die von leichter Beeinträchtigung bis zur vollständigen Gehörlosigkeit reichen. Trotz des bereits erreichten hohen Niveaus der Hörsystemversorgung ist noch viel Forschungsarbeit zu leisten, damit den Betroffenen individuell geholfen werden kann: Daher hat sich der Exzellenzcluster als Ziel gesetzt, die Diagnostik zu präzisieren, um die Hörsystemversorgung noch genauer auf die jeweiligen Ursachen der vorliegenden Hörstörung abzustimmen. Weiterhin gilt es, die Qualität der Hörsysteme zu verbessern, damit der Höreindruck dem natürlichen Klangvorbild immer mehr entspricht.  Nicht zuletzt kann man auf Basis dieser Forschung auch Kommunikations- und Unterhaltungselektronik möglichst optimal auf die jeweiligen Hörsysteme, die Vielzahl an Hörsituationen und die Präferenzen des (normal- oder schwerhörenden) Benutzers abstimmen.