Hört! Hört!

Exzellenzcluster Hearing4all übernimmt Patenschaft für das Bartkauzpaar im Botanischen Garten der Carl von Ossietzky Universität

<Oldenburg, 06.07.2016> Eulen sind weithin für ihr ausgezeichnetes Gehör bekannt. Die Hörleistung eines Bartkauzes ist so hoch, dass er laufende Mäuse sogar unter einer dicken Schneedecke orten und mit Durchstoßen des Schnees erfolgreich fangen kann. Der große Gesichtsschleier des Bartkauzes ist wie ein Parabolspiegel geformt und lenkt die Schallwellen, die auf die Gesichtsfläche treffen, auf die Eingänge des Gehörs. Geräusche werden dadurch konzentriert und verstärkt.

Um diese außergewöhnliche Sinnesleistung aus dem Tierreich zu würdigen, hat der Exzellenzcluster Hearing4all, die Patenschaft für das Bartkauzpaar im Botanischen Garten der Carl von Ossietzky Universität übernommen. Damit wird unter anderem die anstehende Renovierung der Eulenvolieren unterstützt. Das Patenprogramm für besondere Tiere und Pflanzen im Botanischen Garten wurde gerade erst ins Leben gerufen und das Exzellenzcluster übernimmt die allererste offizielle Patenschaft.

„Das Hörvermögen von Tieren ist immer wieder verblüffend und inspiriert uns Forscher bei der Entwicklung neuer Technologien“, freut sich Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Sprecher des Exzellenzclusters Hearing4all, bei der Urkundenübergabe durch Prof. Dr. Dirk C. Albach, Direktor des Botanischen Gartens.

Das beeindruckende Phänomen mit dem Parabolspiegel ist mit der Flüstergalerie im Hörgarten am Haus des Hörens für alle erfahrbar. Die Flüsterspiegel sind parabolisch geformte Schüsseln. Wer sein Ohr genau im Brennpunkt einer Schüssel hat, kann sogar leises Flüstern aus der 40 Meter entfernten Sendeschüssel hören.

Zur Zeit wird noch ein Name für das Bartkauzmännchen gesucht. Vorschläge können unter presse@hearing4all.de eingereicht werden. Das Bartkauzweibchen wurde von Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier bereits auf den Namen „Hörmiene“ getauft.

v.l.n.r. Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier (Sprecher des Exzellenzclusters Hearing4all), Thomas Wilms (Tierpfleger im Botanischen Garten) und Prof. Dr. Dirk C. Albach (Direktor Botanischer Garten) mit Bartkäuzin „Hörmiene“.