Pressemitteilung

HörTech und Heraing4all auf der 21. DGA Jahrestagung

Oldenburg/Halle (Saale), 28. Februar 2018

„Hören: von der Schallwelle bis zur Kognition“ lautet das Motto der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA), die vom 28. Februar bis 3. März in Halle stattfindet. Im Rahmen der Industrieausstellung präsentieren die HörTech gGmbH und der Exzellenzcluster Hearing4all neuste Ergebnisse aus der anwendungsorientierten Oldenburger Hörforschung.

Verschiedene Demonstratoren zeigen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von „TASCAR“, einer Toolbox für akustische Szenenerstellung und Rendering, bei der Entwicklung und Evaluation von Hörsystemalgorithmen. TASCAR ist eine Software-Lösung zum Erstellen virtueller akustischer Umgebungen: Bewegte Schallquellen werden in Echtzeit psychophysikalisch korrekt simuliert und können mit  Video-Quellen oder interaktiver Computer-Graphik synchronisiert werden für immersive, interaktive Nutzerstudien.

Auf Basis aktuellster Forschungsergebnisse der Universität Oldenburg stellt die HörTech die „Oldenburger Messprogramme 2.0“ mit einer Vielzahl neuer Features vor. Die in Klinik und Forschung etablierte Software gibt Audiologen ein Instrument an die Hand, mit dem sich moderne Verfahren der Hördiagnostik mit einem flexiblen und modularen System praktisch durchführen lassen. Dabei reicht die Spanne vom klassischen Sprachtest über die Lautheitsskalierung bis zu den modernen Verfahren der Sprachaudiometrie in Ruhe und im Störgeräusch.Um langfristig zu einer „audiologischen Präzisions-Medizin“ mit exakter, individualisierter Diagnostik und der Kombination auch unvollständiger audiologischer Daten von verschiedenen Kliniken in einem „Big Data“-Konzept zu gelangen, verfolgt der Exzellenzcluster Hearing4all das neue Konzept der „Common Audiological Functional Parameters“ (CAFPAs). Um wertvolle Informationen über die Verbindung von CAFPAs zu audiologischen Tests und Befunden/Versorgungen zu sammeln führt die Doktorandin Mareike Buhl im Rahmen der 21. DGA Jahrestagung eine Umfrage bei  HNO-Ärzten, Klinischer Audiologen und Hörakustikern durch.

Wann?

Do 13.30-14.00 und 16.00-16.30 Uhr

Fr  12.15-14.30 und 16.00-16.30 Uhr

Wo?                             HörTech-Stand 

Vortrag zu CAFPAs:     Fr 10.30 Uhr, Hörsaal XXIII

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Redaktioneller Hinweis:

Die HörTech gGmbH wurde 2001 als Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik vom Hörzentrum Oldenburg und der Universität Oldenburg gegründet. Ziel der gemeinnützigen Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung und die Gewinnung neuer Methoden und Erkenntnisse im Bereich des Hörens. Das Institut, das ursprünglich aus einem bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hervorgegangen ist, genießt mittlerweile internationale Anerkennung und leistet viel beachtete Grundlagenforschung zur Verbesserung von Hörgeräte-Technik. Die Mitarbeiter der HörTech suchen nach neuen Möglichkeiten, Hörgeräte besser an die individuellen Bedürfnisse ihrer Träger anzupassen, sowie nach Methoden, die die Rehabilitation von Hörgeschädigten erleichtern. Für die wissenschaftliche Arbeit werden neueste Er-kenntnisse über Audiologie und digitale Signalverarbeitung zusammengeführt. Dabei greift die HörTech auf ein bundesweites Kompetenz-Netzwerk zurück. Sitz der HörTech gGmbH ist das „Haus des Hörens“ in Oldenburg. Weitere Infos unter www.hoertech.de.

 

Ziel des Exzellenzclusters „Hearing4all" ist buchstäblich das „Hören für alle". Durch eine Verbesserung der individualisierten Hördiagnostik und der darauf angepassten Versorgung mit persönlichen Hörhilfen wollen die WissenschaftlerInnen die Kommunikationssituation von Betroffenen entscheidend verbessern. Hierbei werden grundlegende, auf Modellen basierende Arbeiten zur Diagnose und zum auditorischen Profil von Normal- bis schwerhörenden Menschen durchgeführt, um zu einem besseren Verständnis des individuellen Gehörs zu gelangen. Darüber hinaus werden diese Modelle benutzt, um die individuelle Versorgung mit technischen Hörhilfen zu verbessern und an die jeweilige Situation angepasst zu optimieren. Die Federführung des Konsortiums liegt bei der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Neben der Medizinischen Hochschule Hannover und der Leibniz Universität Hannover sind auch das Kompetenzzentrum HörTech, die Jade Hochschule, die Hörzentren Hannover und Oldenburg, die Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT, das Laser Zentrum Hannover e.V. und das Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst am Exzellenzcluster beteiligt. Der Cluster ist eingebettet in das Netzwerk „Auditory Valley", das weitere öffentliche und private Einrichtungen, die im Bereich der Hörforschung im Nordwesten Deutschlands aktiv sind, verbindet.

www.hearing4all.de

 

Pressekontakt:

HörTech gGmbH

Swantje Suchland

Marie-Curie-Str. 2

26129 Oldenburg

Tel: (0441) 21 72-203, Fax: -250

E-Mail: s.suchland@hoertech.de