Forschungsfeld B: Bessere Hörhilfen

Mit der in Forschungsfeld A entwickelten quantitativen Analyse des geschädigten Gehörs erarbeitet Forschungsfeld B die Konsequenzen bezüglich der Signalverarbeitung im auditorischen System sowie theoriegetriebene Lösungen, die die entscheidenden Probleme der geschädigten Signalverarbeitung beheben.

Die beteiligten Forscher verfügen über sehr breites Fachwissen von auditorischer Physiologie über Signalverarbeitung und Psychophysik bis hin zu innovativen Stimulationsmethoden und decken daher die ganze Verarbeitungskette vom akustischen Signal bis zum auditorischen Perzept ab. Hier wird versucht, modellbasiert die optimale Stimulationsstrategie und Signalverarbeitung für den Patienten zu entwickeln, die seinem individuellen auditorischen Profil und seinen persönlichen Präferenzen entspricht.

Konkrete Ziele der beiden beteiligten Task Groups sind einerseits innovative Signalverarbeitung, die den Informationsverlust des geschädigten Gehörs ausgleicht, und andererseits individualisierte, personalisierte Anpassung der Parameter der Hörhilfe. Das Forschungsfeld arbeitet in drei Unterabteilungen:

Bessere Stimulationsmethoden: Untersuchung von akustischer, mechanischer, neuronaler und optischer Stimulation des auditorischen Systems, um die jeweils optimale Stimulationsmethode zu finden.

Modellbasierte Verbesserung der Versorgung: die Hörleistung von Patienten mit verschiedenen Hörhilfen soll vorhergesagt werden und mithilfe von theoretisch fundierten wissenschaftlichen Ansätzen verbessert werden.

Verbesserung des individuellen Nutzens mithilfe optimierter Auswahl der Versorgung, modellbasierter Verbesserung der Anpassung sowie neuartigen Benutzerkontrollen, die es dem Benutzer ermöglichen, die Funktionalität des Geräts direkt an seine Bedürfnisse anzupassen.

Forschungsfeldleiter

Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier

Sprecher; Oldenburg/UOL: Medizinische Physik Kontakt
Medizinische Physik
Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg
D-26111 Oldenburg
+49 441 798 5470 (Sekretariat)
+49 441 798 3902

Prof. Dr. Wolfgang Ertmer

Hannover/LUH: Quantenoptik Kontakt
Institut für Quantenoptik
Leibniz Universität Hannover
Welfengarten 1
30167 Hannover
+49 (0)511 762-2231
+49 (0)511 762-2211